Das Thema Demenz in allen Facetten

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Zur bundesweiten Woche der Demenz bietet die Graf Recke Diakonie im Dorotheenviertel Hilden vom 18. bis 25. September ein vielseitiges Programm. Ob Konzert, Lesung oder Beratungsgespräch – angesprochen werden sollen alle Menschen innerhalb und außerhalb der Einrichtungen. Denn das Thema ist dem Motto gemäß „(k)eine Frage des Alters“.

Am 21. September ist Welt-Alzheimertag. Rund um dieses Datum findet vom 18. bis 25. September daher bundesweit die Woche der Demenz statt. Auch die Graf Recke Diakonie beteiligt sich mit zahlreichen Aktionen in ihren Einrichtungen für Seniorinnen und Senioren an der Horster Allee im Dorotheenviertel Hilden. Angesprochen werden sollen allerdings Menschen jeden Alters, ausdrücklich auch von außerhalb. Denn das Motto „Demenz – (k)eine Frage des Alters“ wurde von den Organisatoren für die Aktionswoche nicht ohne Grund gewählt. 

„Uns ist es wichtig, das Thema zu enttabuisieren, denn es kann prinzipiell jeden betreffen“, sagt Alexandra Czenia-Kunz, ausgebildete Demenzberaterin und Assistentin der Geschäftsführung der Graf Recke Wohnen & Pflege. Kaum jemand, der keinen Fall in seinem Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis nennen könne, so ihre Erfahrung. „Doch die Beratungsstellen sind noch immer rar.“ Daher nehme man den Erinnerungstag zum Anlass, dem Thema eine ganze Woche lang Raum zu geben – „und wir laden alle Interessierten ein, uns kennenzulernen.“ Das Angebot sei äußerst vielschichtig, von Nachbarschaftstreffen über Konzerte bis zu Gottesdiensten.

Beratung, Information und Unterhaltung

Besonders ans Herz legen möchte Alexandra Czenia-Kunz den Besucherinnen und Besuchern die regelmäßigen Führungen durch das 2023 eröffnete Ahorn-Karree, in dem Menschen mit schwerer Demenz in Hauswohngemeinschaften unter idealen Bedingungen ein neues Zuhause gefunden haben. Für eine Teilnahme werde ebenso eine Anmeldung gewünscht wie etwa für die beiden Klavierkonzerte von Giuseppe DeElia am Nachmittag des 18. September. Am Vormittag stelle Sophie Voets-Hahne zudem ihr Buch „Einfach Kunst machen“ vor. „Sie berichtet von ihren Erfahrungen, wie sie Kunst mit an Demenz erkrankten Menschen macht. Und im Idealfall passiert das an diesem Tag sogar“, sagt Alexandra Czenia-Kunz.

Äußerst interessant sei der Vortrag von Tanja Windhövel am 22. September zum Thema Ätherische Öle. Das sei für uns alle von Bedeutung, weil Düfte „unsere Sinne berühren und Gefühle beeinflussen“. Menschen mit demenzieller Veränderung seien diesbezüglich oft noch sensibilisierter, was man bei der so genannten basalen Stimulation bewusst einsetze, um ein Gefühl von Ruhe, Sicherheit und Wohlbefinden zu erzeugen. Das Angebot richtet sich daher insbesondere an Angehörige, erläutert Demenzberaterin Czenia-Kunz. Das gilt ebenfalls für ihr ganz persönliches Angebot am 24. September, bei dem sie sich – ebenfalls nach Anmeldung – Zeit für eine individuelle Beratung nimmt, für Menschen, bei denen ein Familienmitglied, Bekannter oder Nachbar an Demenz erkrankt sein sollte.

„Normalität und Leben soll einziehen“

„Bei den meisten Terminen aber freuen wir uns genauso über spontane Gäste“, sagt Alexandra Czenia-Kunz. Das gelte etwa für den Besuch des „Herzmarkt Hilden“, den inklusiven Supermarkt im Ahorn-Karree, der an allen Wochentagen von 11 bis 17.40 Uhr geöffnet ist. Auch zum Oktoberfest am 21. September im dortigen Garten etwa seien alle herzlich eingeladen. Für den Erwerb eines Rollatorführerscheins im Haus Linde oder den vergünstigten Besuch im Salon von Friseurin Maryam am Dorotheenboulevard im Ahorn-Karree sei hingegen eine Terminabsprache notwendig. Was ihr jedoch wichtig ist: „Die Veranstaltungen richten sich bewusst an Menschen innerhalb und außerhalb unserer Häuser“, betont sie. So solle „Normalität und Leben bei uns einziehen“.

Info

Das komplette Programm der Woche der Demenz – mit allen Daten, Uhrzeiten und Adressen – ist hier zu finden:

Woche der Demenz

Anmeldungen werden unter der Telefonnummer 02103. 5714400 entgegengenommen. 

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